Essgestörtes Schwabbel will abnehmen

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Diary
     Gewichtsverlauf
     Sporttagebuch
     blablabla
     skills
     Theorien
     Mein Essverhalten - In the course of tim
     "Abnehmstrategien"

* Freunde
   
    das-leben-im-zeitraffer

    wunschdenken
   
    findyourself

    perfectionisthin
    - mehr Freunde

* Letztes Feedback






Kunst und Magersucht

Mal wieder ein Eintrag fern von allen Angaben, von wegen was ich heute gegessen habe und ob ich Sport gemacht habe oder nicht.

Es geht um Kunst, bzw. meine Beziehung zu meinem Körper.

Als meine Mum micht heute nach hause gefahren hat, habe ich darüber nachgedacht. Mit dem Sojapudding in der Hand und der Frage, warum ich ihn überhaupt esse, obwohl ich mich vor Ekel schon fast dazu überwinden muss.

 

Die Frage des "warums" ist eigendlich schnell beantwortet: Ich kenne den Auslöser mittlerweile. Bei Stress, bzw. Müdigkeit oder Langeweile kann ich es mittlerweile relativ gut kontrollieren. Wenn ich mich ausgeschlossen, schuldig oder einfach nur alleine fühle dagegen nicht. Da ist mir dann alles egal und ich wil nurnoch vergessen. Und das geht durch das Essen recht gut. Es tröstet und gibt Kraft. So mehr oder minder ^^

 

Ich habe letztendlich dann aber nicht nur über den Auslöser nachgedacht, der mich dazu bewegt hat, wieder anzufangen, sondern auch darüber, warum ich plötzlich wieder diesen extremen Drang hatte, nichts zu essen. Wirklich gar nichts. Nur noch Gemüse und vielleicht etwas Obst. Mit spitzen Fingern ein kleines Stückchen Paprika zu halten und Minuten damit zu verbringen, es zu zerkauen. Damit meine ich nicht, dass ich zu diesem Abendessen nur noch Paprika essen wollte - nein. Ich finde soetwas einfach irgendwie faszinierend: Menschen, die sich von nichts als Gemüse ernähren, bzw. einfach wenig essen. Es hat etwas ästhetische, finde ich. Nicht die Folgen, die das auf die Figur hat, nein. Einfach die Ausstrahlung, die solche Menschen haben - oder die ich vielmehr glaube, dass sie haben, weil ich solche Personen eigendlich nicht in echt kenne. Diese Disziplin, dieser Umgang mit dem Essen. Und ich will das auch! Dinge wie Getreide, Bohnen, Nüsse und Samen als einen "Luxus", etwas, das man sich wirklich nur mal gönnt, anzusehen. Wie bei anderen Leuten der Nachtisch oder der Schokoriegel für zwischendurch. Das würde meine Probleme lösen! Hoffe ich, aber ich bin auch schon wieder ziemlich übermüdet.

Eine andere Sache: Meine Frühere Einstellung zu meinem Körper. Ich war schlank. Sehr schlank, wie mir viele gesagt haben. Ich habe das durch Weight Watchers erreicht: von 56 auf 50 Kilo. Ich fand mich davor zu dick. Vor allem meinen Bauch. Irgendwann, als ich bei den 50 angekommen war habe ich bemerkt, dass ich mich immer noch nicht komplett wohl in meiner Haut fühlte, durch weiteres abnehmen aber auch nicht unbedingt schöner werden würde. Ich bin Veganerin geworden, habe mit Weight Watchers aufgehört und angefangen, Sport zu machen. Vom Abnehmen her hatte ich also mein Ziel erreicht. Ich war mit meinem Gewicht zufrieden, fand meine Proportionen aber immer noch nicht so schön. Aber daran kann man ja nicht viel ändern. Höchstens durch Sport. Eben. Vielleicht war es auch nur meine Körperwahrnehmung, die sich dadurch geändert hat, aber wen juckt's? Jedenfalls war ich richtig erstaunt, als ich plötzlich echte Muskeln gesehen habe, als ich meinen Arm angespannt habe. Als ich meine Knochen gespürt habe, wenn ich meinen Unterarm angefasst habe. Dass man richtig gemerkt hat, dass ich nicht nur aus Haut und Fettgewebe bestehe, sondern man die Knochen richtig wahrnehmen konnte.Die Mulde in meiner Hand, zwischen Zeigefinger und Daumen. Generell die Handknochen. Und diese Lücke zwischen den Hüftknochen und dem Bauch, die man bemerkt hat, wenn ich auf dem Sofa gelegen war. All das. Ich wollte mehr davon. Ich wollte meinen Körper perfektionieren. Mehr Sport, mehr Muskeln, bis es irgendwann kurz davor ist, zu männlich auszusehen. Genau richtig einfach.

Oder kurz: Ich habe irgendwann angefangen, meinen Körper als Kunstwerk anzusehen. Und es hat mir Spaß gemacht, daran zu arbeiten. Nachzudenken, wie man es verändern will, dass es noch besser aussieht. Und zu überlegen, wie diese Veränderung überhaupt möglich ist.

 

Und was habe ich gemacht? Ich habe angefangen, mich vollzufressen. Mehr und mehr, bis es irgendwann täglich wurde. Und bis ich irgendwann 14 Kilo zugenommen hatte. Aber damit ist es Schluss. Es geht wieder bergauf (bzw. bergab mit meinem Gewicht).

Ich bin einfach sehr perfektionistisch. Es motiviert micht mehr, einen Tag lang komplett gesund zu essen und Sport zu machen, als mich abends dann noch mit einem Keks oder sonstwas belohnen zu wollen. So ein Quatsch! Mir schmecken die Dinger ohnehin nicht wirklich.

22.2.14 00:20
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung